Mangelt es Vegetariern an Glückshormonen?

  • 9. Februar 2020

Was braucht es zur Hormonbildung, und warum kann das bei Vegetariern ein Problem sein?

Nun, zur Bildung von Hormonen sind zum einen Aminosäuren, die Teil von Eiweißverbindungen sind, notwendig.  Zum Anderen tragen meist Vitamine bzw. Spurenelemente eine entscheidende Rolle dabei. Viele dieser Aminosäuren kann der Körper selbst herstellen, aber einige werden vom Körper aus Teilen der Nahrung gebildet.

Und dabei spielt Fleisch, Innereien und Blut eine große Rolle.

Eine dieser Aminosäuren ist 5 HTP. Die Langform heißt 5-Hydroxytryptophan und ist an der Serotonin und Dopamin Produktion beteiligt – 5 HTP Wirkung (Werbung). Diese, als Glückshormone bezeichneten Hormone  sind Neurotransmitter, die sich auf die Stimmung auswirken. Eine genaue Erklärung und Beschreibung über die Wirkung von 5-HTP findest Du z.B. auf https://www.gesundheitsdoc.com/5-htp-unbedenklich-studien-wirkung-nebenwirkungen/ (Werbung)

Gerade heutzutage sind Depressionen, stressbedingte psychische Erkrankungen und Schlafstörungen im Vormarsch. Laut Angaben der Krankenkassen sind mittlerweile beinahe 50% der Krankenstandstage auf psychische  Erkrankungen zurückzuführen.

Ein weiterer Faktor, der sich auf Nerven und Stimmung auswirkt, und mit einer vegetarischen Ernährung nur sehr eingeschränkt aufgenommen werden kann, sind die B-Vitamine.

Deshalb wird den meisten Vegetariern auch geraten, zu supplementieren. Weil durch den Verzicht auf Fleisch und tierische Produkte, in denen Vitamin B und 5 HTP vorhanden wären, bzw. wo die notwendigen Aminosäuren enthalten wären, dauerhaft ein Mangel entstehen könnte. Dieser Mangel kann auch Auswirkungen auf die psychische Gesundheit und den Gemütszustand haben.

Welche Kräuter haben auf den Gemütszustand eine positive Wirkung?

Baldrian: Fördert die Schlafbereitschaft und verkürzt die Einschlafdauer, vermindert außerdem das Aufwachen während der Nacht.

Hopfen: Wirkt schlaffördernd, beruhigend und krampflösend bei Nervosität oder Unruhezuständen während des Einschlafens.

Lavendel: Hilft bei Einschlafstörungen und Unruhezuständen, sowie bei nervösem Herzklopfen und Stress, verbessert die Schlafqualität.

Melisse: Beruhigt, löst Stresszustände und hilft bei nervösen Magen- und Darmstörungen, wie Blähungen oder Krämpfen.

Passionsblume: Wirkt leicht beruhigend, fördert die Schlafbereitschaft und ist krampf- sowie angstlösend.

 

Depression als neue Volkskrankheit – warum?

Erkrankungen der Psyche und des Nervensystems begleiten den Menschen seit jeher. In der heutigen Zeit und das Heranschaffen von Nahrung und Kleidung nicht mehr so sehr. Aber in der Berufswelt wird uns  jedoch viel mehr abverlangt. Alles muss schneller, umfangreicher, technischer passieren. Es ist zwar in Studien bereits nachgewiesen worden, dass das Gehirn nicht “multitasking” denken kann, dennoch wird verlangt, Multitasking als Arbeitsweise zu sehen.

Und zusätzlich kommen aufgrund von demokratischen Gegebenheiten, wirtschaftlichen Situationen usw. Existenzängste (Ängste um Ausbildungs- oder Arbeitsplatz, aber auch das Weltgeschehen, z.B. Kriege, Naturkatastrophen usw.) auf. Alleine der Informationsfluss in den Medien trägt dazu bei, Ängste zu schüren. Derzeit z.B. mit den Coronavirus.

Probleme entstehen auch aufgrund von Doppelbelastungen durch Arbeit und Familie sowie eine dauernde Erreichbarkeit. Diese ist vielfach bedingt durch die sozialen Medien. Diese stellen zusätzliche Belastungen dar. Nervöse Angst-, Spannungs- und Unruhezustände, depressive Verstimmungen, Schlafstörungen und Burnout stehen deshalb heute in der ärztlichen und naturheilkundlichen Praxis auf der Tagesordnung.

Eine Grenze zwischen gesundem und krankem Nervensystem zu ziehen, ist oft nicht leicht. Wann ist ein Patient einfach müde, wann beginnt die Erschöpfung? Wann ist ein Patient nur gereizt, wo findet sich hingegen ein krankhaft überreiztes Nervensystem, das behandelt werden muss? Die Beantwortung dieser Fragen fordert viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl und muss immer individuell und situativ geschehen.

Beim Betroffenen selbst werden oft sehr lange, aufgrund des Hamsterrades und des allgemeinen “Eingespannt seins” in das Tagesgeschehen, die Warnhinweise übersehen. Erst durch körperliche Symptome erfolgt häufig der Gang zu Arzt. Dort werden dann meist Symptome behandelt, aber für eine ganzheitliche Betrachtung fehlt, zumindest bei den Kassenärzten, meist die Zeit.

Pillen oder Alternativen?

Die Anwendung von Heilpflanzen bei Erkrankungen von Nervensystem und Psyche ist durch das

Aufkommen synthetischer Psychopharmaka lange Zeit in Vergessenheit geraten. Erst mit der Erkenntnis, dass viele synthetische Psychopharmaka massive Nebenwirkungen wie Gewöhnung, Abhängigkeit, Sucht usw. mit sich bringen, hat sich der Fokus der Medizin wieder vermehrt in Richtung naturheilkundlicher Therapieformen verschoben. Bei vielen leichten und mittelschweren Erkrankungen von Psyche und Nervensystem werden Heilpflanzen (und andere ganzheitliche Methoden wie manuelle Therapie, Atemtherapie usw.) heute wieder mit großem Erfolg eingesetzt.

 

Ganzheitliche Herangehensweise

Generell bleibt hier festzuhalten, dass in der Naturheilkunde (anders als in der Schulmedizin) die Psyche bei jeder Erkrankung miteinbezogen wird. Im ganzheitlichen Verständnis von Gesundheit, Krankheit und Genesung nimmt jede Erkrankung Einfluss auf das Nervensystem und muss somit immer auch in die Behandlung miteinbezogen werden. Deshalb spielen dabei sowohl Kräuter, Vitamine (hierbei vor allem die B-Vitamine) und auch die erwähnten Aminosäuren eine bedeutende Rolle.

Eine positive Wirkung von 5 HTP (Werbung) wurde sowohl bei Schlafstörungen (es spielt eine entscheidende Rollen, wenn es darum geht dass der Körper das Schlafhormon Melatonin produzieren soll) als auch als Einsatz als natürliches Anti-Depressivum.

Auch wenn man beispielsweise Johanniskraut oder Passionsblume als Heilkräuter einsetzt, ist eine Kombination mit Vitamin B oder Aminosäuren, die die Hormonproduktion beeinflussen (also beispielsweise 5 HTP) anzuraten.

Im Sinne der ganzheitlichen Herangehensweise, wird z.B. bei einem hartnäckiger Husten, der den Patienten nicht schlafen lässt und ihm seine Energie raubt, sollte also auch gleichzeitig etwas stimmungsaufhellendes verabreicht werden. Das wird seine psychische Stimmung beeinflussen und das wiederum fördert den Heilungsprozess.

Der Zustand des Nervensystems nimmt direkten Einfluss auf die menschlichen Selbstheilungskräfte. Beispielsweise können chronische Schmerzen sehr leicht zu Depressionen führen. Aus diesem Grund ist es angezeigt, bei jeder Krankheit bewusst zu entscheiden, ob nicht zusätzlich auch etwas für das Nervensystem und die Psyche «getan» werden muss. (gesponserter Beitrag)

 

 

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