Passionsblume – Schönheit mit beruhigender Wirkung

  • 17. Januar 2020

Schönheit mit beruhigender Wirkung!

Ein Aufenthalt bzw. Spaziergang durch die Natur kann schon eine herrlich entspannende Wirkung haben. Die Passionsblume ist eine Schönheit, und sicher ist ihr Anblick gut dazu geeignet, sich zu beruhigen, und sich an ihren wunderbaren Blüten zu erfreuen.

Sie hat aber vor allem wirksame Inhaltsstoffe. Dieses sind Flavonoide (darunter C-Glykoside von Apigenin und Luteolin) sowie geringe Mengen ätherisches Öl. Welche Komponenten genau für die gesundheitlichen Wirkungen verantwortlich sind, ist noch unklar.

Welche Heilwirkung steckt in der Passionsblume?

Die Passionsblume (Passiflora incarnata) wirkt spannungs- und angstlösend, beruhigend, schlaffördernd, leicht krampflösend und blutdrucksenkend. Sie wird hauptsächlich bei nervösen Beschwerden wie Nervenschwäche, Angst oder Unruhe und bei Einschlafstörungen angewendet.

Wie wird die Passionsblume angewendet?

Zum einen kann aus dem Kraut eine Teezubereitung gemacht werden. Für den Passionsblumen-Tee übergießt man zwei Gramm fein geschnittenes Kraut mit 150 Milliliter kochendem Wasser, lässt den Aufguss fünf bis zehn Minuten ziehen und seiht ihn dann ab. Man kann zwei- bis viermal täglich eine Tasse warmen Passionsblumen-Tee trinken. Bei Einschlafproblemen am besten die letzte Tasse eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen trinken.

Zum anderen werden aus dem Passionsblumenkraut Trockenextrakte (für Tabletten, Kapseln, Instant-Tees und Tropfen) gewonnen. Solche Fertigpräparate werden oft mit andere Heilpflanzen mit einer ähnlichen bzw. ergänzender Wirkung wie die Passionsblume kombiniert. Als Droge der Heilpflanze werden zur Blütezeit die krautigen Triebe mit den Blüten gesammelt und zur pharmazeutischen Verwendung schonend getrocknet.

Eine beliebte Kombination findet sich mit dem Johanniskraut, das eine stimmungsaufhellende Wirkung hat. Eine tolles Produkt kann ich in Form dieser Presslinge von Bärbel Drexel empfehlen.

Wissenswertes über die Passionsblume

Es gibt mehrere Hundert verschiedene Arten von Passionsblumen. Die meisten sind in den tropischen und subtropischen Regenwäldern Mittel-, Nord- und Südamerikas zuhause, einige Arten aber auch in Australien, Neuseeland und Asien. Aufgrund ihrer außergewöhnlichen Blüten waren sie im 18. und 19. Jahrhunderte beliebte Sammelobjekte von Botanikern. Einerseits bevorzugt die exotische Passiflora incarnata die sonnigen und windgeschützten Standorte mit nährstoffreichen Böden. Andererseits eignet sie sich aber auch als Zierpflanze mit schönen und gut duftenden Blüten.

Jedenfalls haben vor Jahrhunderten Seefahrer die Passionsblume aus der Neuen Welt mitgebracht. Schon damals wusste man, dass die Eingeborenen im brasilianischen Urwald die Pflanze als Beruhigungsmittel verwendeten.

Die arzneilich genutzte Fleischfarbene Passionsblume (Passiflora incarnata) ist kälteresistent und kann in milderen Regionen Europas überwintern. Sie ist ein bis zehn Meter hoher Kletterstrauch mit gestielten und tief dreilappig geteilten Blättern. Aus den vielen Blattachseln treiben korkenzieherartig gewundene Ranken sowie bis acht Zentimeter lange Blütenstiele, die jeweils eine bis neun Zentimeter große Blüte tragen.  (Quelle: medmix.at/passionsblume)

Botanisch gesehen

Alle Passionsblumen sind immergrüne

Schlinggewächse mit spektakulären Blüten. Wer jemals eines dieser Wunderwerke gesehen hat, vergisst es nie wieder: Der Blüte, die nur einen Tag lang lebt, entströmt außerdem ein angenehmes Aroma.

Die Passionsblume steht botanisch den Feigen nahe. Ihre Frucht ist eine essbare Beere, aber klein und mit vielen Kernen. Die Beerenfrüchte haben einen fruchtigen Geschmack und werden für Limonaden und Joghurt verwendet. In den Handel kommen aber die größeren Früchte – die Maracuja – von Kulturzüchtungen in Indien, Brasilien, Mexiko oder den USA. .

>