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Johanniskraut

  • 3. Juli 2018

Johanniskraut und Sommersonnenwende

Wer übers Sonnwendfeuer – wie es unsere Vorfahren gehalten haben – auch springen will, kann in dieser Nacht alle Sorgen und was er sonst noch loswerden will, hinter sich lassen – so sagt man. Wer nicht springen möchte, könnte es damit versuchen, seine Sorgen zu Papier zu bringen, um das Zettelchen im reinigenden Feuer zu verbrennen – ein spannender Versuch, der zumindest im Kopf einiges bewirken müsste… 

Früher trugen die Menschen in manchen Gegenden beim Feuersprung Beifuß-Gürtel, um die Naturkräfte, die an diesem Tag am stärksten sein sollen, noch besser auszunützen. Auch die Heilkräuter sollen zur Sommersonnenwende die größte Kraft besitzen.

Das wohl typischste Kraut für diese Zeit ist das Johanniskraut. Als Antidepressivum soll es seit jeher die Kraft besitzen, wieder etwas Sonne in Herz und Gemüt zu bringen. Auch gegen Kopfschmerzen und Regelbeschwerden soll es gut einsetzbar sein. Wie das Echte Johanniskraut mit seinem blutroten Saft zu den kleinen schwarzen Pünktchen auf den Blättern kam, erzählt meine heutige Geschichte:

Die wundersame Rettung vom Johanniskraut…

Als der liebe Gott zu Anbeginn der Zeit die Erde samt all ihrer wunderbaren Fauna und Flora erschuf, war eine der ersten Pflanzen die ihm einfielen, das Johanniskraut. Schon damals war dem Schöpfer schmerzlich bewusst, dass sein eigener Sohn später die Welt nur retten konnte, indem er den qualvollen Kreuzestot starb.

Um den Schmerz der Gottesmutter samt Jüngerschar zu mildern, ließ er ein wunderschönes zartes Kräutlein wachsen, dessen Blütenköpfchen sich wie kleine gelbe Sonnen im strahlenden Licht des Sommers räkelten. Man konnte sie auch mit kleinen Löwenmähnchen vergleichen. Ihre Farbe war von einem derart strahlend-fröhlichen Gelb, dass ein kurzer Blick genügte um Sorgen und Traurigkeit zu vergessen. Ihr bloßer Anblick erhellte das Gemüt. Selbst die Winterdepressionen ließen sich kurzerhand mit einem Ölauszug aus Johanniskraut verscheuchen. Der dunkelrote Saft, der in den Adern der Pflanze pulsierte, sollte an das Blut Jesu Christi erinnern.

So war es nicht verwunderlich, dass Maria Magdalena unter dem Kreuz des Herrn das kleine Kraut mit der bemerkenswerten Blütenpracht entdeckte und sozusagen als Erinnerung an Jesus in ihrem Garten einsetzte, wo es prachtvoll gedieh und sich wunderbar vermehrte.

Luzifer, tief unten in der Hölle aber, gefiel das gar nicht.

Er hatte mit Freuden beobachtet, wie Jesus am Kreuz zu Golgotha gestorben war. Als er die wunderbare Auferstehung mitbekam, blieb ihm vor Wut die Spucke weg. „Das ist doch zum Haare ausraufen!“ brüllte der Höllenfürst. „Immer wenn ich glaube, es geschafft zu haben, hat Gott einen neuen Trumpf im Ärmel. Ich hab es endgültig satt, ständig von ihm an der Nase herumgeführt zu werden! Ich bin der rechtmäßige Herr über die Welt, nur ich und keiner sonst!“ Wütend und nach heißem Schwefel stinkend schlich er auf der Erde herum. Irgendetwas musste es doch geben um das Blatt zu wenden.

Vor Maria Magdalenas Gartenzaun stand ihm das kleine gelbe Kraut im Weg. Als er es mit seinen Krallen beiseite schob, wurde er vom roten Pflanzensaft benetzt. „Grrrrrhhhh!“, mit einem Urschrei wie er nur der Hölle selbst entstammen konnte, fuhr er mit seinen scharfen Krallen auf das Johanniskraut los, um es für immer zu zerfetzen und auszumerzen, denn die beruhigende Heilwirkung und die Macht die dem Kräutlein innewohnten, waren Satan nicht verborgen geblieben.

Da erschien plötzlich Erzengel Michael mit seinem Flammenschwert. „Wag es nicht, das Andenken an unseren Herrn zu vernichten!“ Der oberste Schutzengel katapultierte den Höllenfürsten mit Karacho wieder zurück in die Unterwelt. Allerdings musste auch er ein paar ordentliche Hiebe und Kratzer einstecken, was Luzifer dazu veranlasste, überall herumzuerzählen, er habe den Erzengel Michael gründlich verdroschen, denn die beiden lagen schon seit langem im Klinsch.

Sei‘s wie‘s sei: Erzengel Michael hat das Johanniskraut gerettet. Die Spuren der Teufelskrallen aber, kann man noch heute in den Blättern vom Johanniskraut sehen.

 

Quelle: https://www.meinbezirk.at/steyr-steyr-land/lokales/johanniskraut-maerchen-und-geschichten-fuer-kinder-kindskoepfe-und-kindgebliebene-teil-35-d993356.html

Schmerzen und Psyche!

  • 6. Juni 2018

 

Das Phänomen mit der Wechselwirkung.

Wenn wir über einen längeren Zeitraum mit Schmerzen konfrontiert werden, wirkt sich dies negativ auf unsere Psyche aus. Jeder, der schon einmal über längere Zeit eine Erkrankung hatte, beispielsweise im Bewegungsapparat, der kann ein Lied davon singen. Wenn Du jeden Tag bereits beim Aufstehen den ersten Schmerz erfährst, und nächtelang nicht schlafen kannst, weil jedes Umdrehen schmerzen bereitet, weißt Du, wovon ich spreche. Denn dauerhafte Schmerzen, bei denen ein klares Ende (z.B. durch eine OP) nicht vorhersehbar sind, bereiten der Psyche Stress. Wenn über längere Zeit jedes Drehen, das Halten von Dingen oder jeder Schritt Schmerzen verursacht, werden durch eine Art Resignationshaltung Stresshormone, vor allem Cortisol vermehrt ausgeschüttet.

Cortisol ist aber – wieder eine Wechselwirkung – entzündungsfördernd.

Wir verfallen in eine Leidenssituation bis hin zu Depressionen oder Schlafmangel aufgrund von Bewegungsschmerz, der die Nachtruhe stört oder unterbricht.

Auf der anderen Seite ist es aber auch so, dass unser Körper anfälliger ist für Krankheiten, wenn es uns psychisch nicht gut geht. Ein psychischer „Schmerz“ ist oft nicht so greifbar für uns, und der Körper kann dann leicht mit einer Kompensation aufgrund von körperlichen Schmerzen reagieren.

Es besteht also eine Wechselwirkung. Stress löst Entzündungen aus. Entzündungen und damit verbundene Schmerzen lösen Stress aus.

Daher kann zusammenfassend gesagt werden, dass eine vorbeugende und begleitende gesunde Ernährung essentiell ist. Eine Ernährung, basierend auf einem ausgeglichenen Fettsäurehaushalt und zusätzlich Vitamin C in ausreichender Menge, liefert ein wichtiger Aspekt bei der Schmerztherapie ist.

Es ist wichtig, regelmäßig etwas für die Seele zu tun.

Dabei kann man auf der mentalen Ebene ansetzen, und Meditationen zum Ausgleich durchführen, oder beispielsweise auf Kräuter zurückgreifen, die die Nerven und die allgemeine Belastbarkeit unterstützen.

Wichtig ist – gönn Dir etwas!

Mache es bewusst! Je nach dem, worauf Du wirklich Lust hast. Egal ob eine angenehme Massage, floating oder Reiten, ein Kinobesuch mit Freunden oder gut Essen gehen! Egal was, Hauptsache es hat einen positiven Effekt auf Deinen Gemütszustand, und ist im Stande, diesen positiven Einfluss für ein paar Tage nachwirken zu lassen!

 

 

Kiefernharz – Gold der Waldes

  • 27. November 2017

Die Anwendung von Heilkräutern ist in der Volksmedizin schon seit langen Zeiten bekannt. Hildegard von Bingen beispielsweise lebte vor gut 850 Jahren, und viele ihrer Mittel finden noch heute Anwendung. Aus heilkundlicher Sicht ist die Pflanzenheilkunde der Ursprung der hochmodernen Schulmedizin.

Gewinnung des Harzes

Früher gab es ganze Wälder, in denen die Pechsammler Einschnitte in die Rinden

der Kiefern machten, und dort einen Sammelbehälter anbrachten. Eine langwierige, aufwendige Arbeit, die es erfordert, mehrmals im Jahr vorbei zu kommen, teilweise hoch auf die Bäume zu klettern, und die karge Ernte der Harzperlen zu einzusammeln.

In den Wäldern zwischen Baden und Neunkirchen, kaum eine Autostunde von Wien entfernt, wird heute noch Pech gesammelt und verarbeitet. Nach überlieferten Methoden tragen die Pecher etwas Rinde ab und hobeln vorsichtig über den Stamm. Das Harz, der Wundbalsam des Baumes, beginnt so zu fließen. Zwei Scharten aus Holz werden links und rechts wie Leitplanken gesetzt und führen den Harzfluss zum Pechhäferl, welches das Pech auffängt. (Quelle letzter Absatz: www.austria.info)

Kiefernharz in der Heilkunde 

Das Kiefernharz wird gerne als wertvolles Heilmittel eingesetzt. Die jungen Triebe und Knospen verfügen über Inhaltsstoffe wie Vitamin C und ätherische Öle.  Man benötigt es als Ausgangsstoff für viele Zubereitungen.

 

 

 

 

Erkältungen

Aufgrund der ätherischen Öle verwendet man das Harz in der Naturheilkunde gerne bei Erkrankungen der Atemwege. Zum Beispiel gibt es einige Rezepte für Erkältungsbalsame auf Pechbasis, die dann als Salbe auf Hals und Brustbereich aufgebracht werden.

In der Volksheilkunde ist sie sogar bei Lungenentzündungen eingesetzt worden. Bei Erkältung, Husten, Bronchitis und Asthma kann man sich die heilende Wirkung des Kiefernharzes in Form von Inhalationen, Bädern, Tees und Einreibungen zuführen.

Gelenkserkrankungen

Kiefernharz hat auch eine antiseptisch und entzündungshemmende Wirkung. Daher findet es auch gerne bei rheumatischen Beschwerden Anwendung.

Ich selbst verwende es bei Gelenksschmerzen in zweierlei Form. Entweder als Harzverband oder als Basis einer Schmerzsalbe.

Harzverband: Hierbei mische ich Kiefernharzbalsam und Hanföl zu gleichen Teilen, verrühre es so lange, bis eine cremige, ölige Masse entstanden ist, und lege in diese eine Mullbinde ein. Diese gebe ich dann über die schmerzende Stelle, decke diese gut mit trockenen Mullbinden ab, und darüber, je nach Stelle ein altes Kleidungstück, bei dem es nicht so schlimm ist, wenn Flecken hinein kommen, denn das Harz bekommst Du kaum mehr aus der Kleidung.

Die Schmerzsalbe mache ich je nach Bedarf mit Tinkturzusätzen (z.B. Weidenrindentinktur) und verschiedenen Ölen, Bienenwachs udgl. im Wasserbad.

Viele Erfolg und gute Gesundheit wünscht Dir

Silvia

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